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Die Teflon-Fonfara-Story
Von Peter Silie

Der wilde Stuttgarter

Die Stuttgarter Zeitung titulierte ihn als die "Kultfigur der wilden Stuttgarter". Was war geschehen und wie fing es an?
Eine Ausbildung bei der Tageszeitung und ein Kunststudium ebneten
ihm den Weg in die Werbung und in jungen Jahren sorgte er schon
mit wilden Ideen für Schlagzeilen. Er kaufte sich einen noblen,
massiven Eichensarg und eröffnete 1978 "Stuttgarts ersten
Sargverleih".

Der Stuttgarter Sarg-Verleih

Teflon Fonfara erzählt: "Tatsächlich verliehen habe ich den Sarg nur einmal für eine Party, aber der Werbeerfolg zwischen Hamburg und Wien war umwerfend". Während Stern und Spiegel seine kleine Sargverleih-Anzeige zitierten ("Sargmiete nur 100 Mark die Nacht!"), spielte er Rock´n´Roll und später in den 80er Jahren in Neue Deutsche Welle-Bands. Er veröffentlichte bis dahin 3 LPs, die aber "zu schräg waren, um gut verkauft zu werden...".
In dieser Zeit legten sich viele Künstler und auch Bands modern klingende Namen mit einem "Plastik-Image" zu und hier tauchte erstmals der Begriff "Teflon Fonfara" auf, wobei "Teflon Fonfara" ein inzwischen im Pass eingetragener Künstlername ist und "Fonfara" sein richtiger Nachname, was ihm 21 Jahre später ein juristisches Problem bescherten sollte:
Der schweizer Chemiekonzern DuPont möchte im Jahre 2003 die
Nutzung des Namens "Teflon" untersagen, nach einem juristischen
Hickhack nennt er sich jedoch weiterhin "Teflon Fonfara".

Von der Hallenbad-Party
nach New York

1983 mietete er für eine Nacht das
Leo-Vetter-Bad in Stuttgart Ost,
lud 500 Leute und die Presse ein zu
einem Spektakel mit Modeschau und
mehreren Livebands und mit dieser
legendären Geburtstags-Hallenbad-Party
verabschiedete er sich von Stuttgart und
ging nach New York.
Der erste Auftritt in USA war eine
3 Minuten kurze Solo-Performance in der
TV-Show "New York Nits" und anstatt regulär
Gitarre zu spielen, kratzte er eine abgewrackte
Gibson Les Paul krächzend auf dem Fußboden
des Fernsehstudios herum und Teflon Fonfara
wurde zum Gespräch. | Video hier |
Es folgte ein Auftritt in Coca Crystels TV-Show
und weitere Auftritte in Clubs in Manhattan
und nach einem Jahr kehrte er nach Stuttgart zurück.

Die SDR-Beschwerde

Mit ausgeprägten New Yorker Gefühlen schrieb er - gefrustet von der damaligen süddeutschen Medienlandschaft - einen Beschwerdebrief an den Süddeutschen Rundfunk mit inhaltlich klaren Fakten "zum schlimmen Programm" und anstatt einer Antwort erhielt er vom
damaligen SDR-3-Chef einen Telefonanruf mit den Worten
"Dann mach mal!".
Dies war Teflon Fonfara´s ungewollter Bewerbungseinstieg
beim Süddeutschen Rundfunk und er erfand für die
Schwaben "Frau Kächele & Frau Peters", ein für
1986 wirklich sehr fortschrittliches Radioereignis,
das in der Machart später von vielen kopiert wurde.
Teflon Fonfara brach ein Tabu, denn er kümmerte sich
nicht um die bis dahin übliche "Deutsche Rundfunk-Norm".
Er lieferte der SDR-Redaktion die zuhause selbstproduzierten
Kurzhörspiele ab, deren Hörgewohnheiten für so manches
gemütliche Hörerohr recht heftig waren: Die Dialoge waren
extrem schnell, die Vertonung vollkommen übertrieben und
inhaltlich hart an der Grenze des Erlaubten.

Eine Orgasmusschaukel schrieb Radio-Geschichte

Beiträge wie "Die Orgasmusschaukel" oder "Das Kehrwochen-frühwarnsystem" machten Radiogeschichte.
Teflon Fonfara schrieb jede Woche eine oder zwei neue
Geschichten, sprach beide Stimmen selbst und produzierte
alles im Alleingang in seinem kleinen Homestudio in Stuttgart Süd.
Dazu Teflon Fonfara: "Eine Beschwerde gab es nie, dafür überhäuften
die Fans mich mit selbstgebackenen Hefezöpfen."
12 Jahre lang wurden die Kultdamen Frau Kächele & Frau Peters gesendet, es entstanden über 800 Folgen, die fast immer mit dem berühmten Slogan "Unser Hefezopf - mit einem Haufen Butter drin" endeten.
Für das Südfunk Fernsehen spielte Teflon Fonfara auch beide Damen selbst und als Gast in Stefan Raabs TV-Show präsentierte er die neueste CD der süddeutschen Kultweiber.
Es entstanden insgesamt vier Frau Kächele & Frau Peters CDs, eine LP und das Buch "Hefezopf-Power" mit Originaltexten von Teflon Fonfara aus der SDR 3-Radio-Show (Gatzanis Verlag Stuttgart).

Eine Rundfunkfusion tötet einen Radio-Kult

Als die Sender SDR und SWF 1998 fusionierten, wurde trotz Tausender von Bittbriefen und Faxe der Fans die Kultserie zum neuen Sender SWR in Baden-Baden nicht übernommen, "denn es sind schwäbische Figurenund keine badischen....".
Das war das Ende eines Radio-Kultes. Die Radio-Stars leben seitdem weiter im Internet und werden auf ihrer Homepage monatlich Tausenden von Fans besucht oder kommen über so manchen Firmenvertrag wieder
ins Radio - wohlgemerkt im Werbeblock für ein Produkt.
Wegen Anfragen von Kleinkunstbühnen und Mundart-Theatern hat Teflon Fonfara das Kultereignis in einer als Buchlesung getarnten One-Man-Show 2007 auf die Bühne gebracht.
Im Febr. 2009 startet Teflon Fonfara die Comedy-Serie
Guru Hascha Nimmi All aufda Reiha mit einer
täglich neuen Ausgabe in SWR3.

Mit Techno in VIVA

Während die schwäbischen Radiodamen auch
musikalisch zu rockigen Rhythmen oder Techno- und
House-Beats kreischten, startete
Teflon Fonfara auch andere Musikprojekte
und veröffentlichte 1994 mit
einem Chart-Erfolg den Techno-Song
"Schwarze Wolken" mit dem O-Ton des
Bergsteigers Luis Trenker. | Video hier |

Die Magie zwischen den Tönen

Auch für die stilleren Klänge wurde
gesorgt, er ließ sich von einem Gitarrenbauer
die bisher einmalige 10saitige "Electric Sitar"
bauen, um im indisch zirpenden Sound neue
musikalische Wege zu gehen.
So realisierte Teflon Fonfara mit verschiedenen
Musikern Weltmusik-Projekte mit indischen
Klangschalen, Tanpura, Didgeridoo,
Electric Sitar und Percussions und
tourte mit dieser Relax-Show zu
feierlichen Events, Spirit-Festivals
und friedvollen Open-Air-Konzerten
und zelebriert erfolgreich meditative
Klangereignisse..
Dazu Teflon Fonfara: "Mir ist längst bekannt,
dass die eigentliche Magie nicht mit den
Tönen sondern zwischen den Tönen stattfindet.
Und wenn der ganze Saal in Trance auf
den Boden liegt, ist dies der Ausdruck
heilender Magie."
Hierbei entstehen viele Live-Mitschnitte
und kein Auftritt ist wie der andere, das
Programm entsteht teilweise auf der Bühne..
Aus chlligen Wellnesskonzerten entwickelte
sich eine Show
mit 140 schnellen
Electric-Beats pro Minute und performed
wird auf Festivals oder nachts um 2 in
einer Disco. Ein Live-Projekt ist die
Weltmusikband ASIAN STARS.
Die Zeitung schrieb: Das ist Weltmusik
aus dem High-Tech-Universum.
Oder: Eine Klang-Performance mit
indischen Momenten, technischen
Spielereien und dem Anschein,
als ginge es hier in irgend einer Weise
um asiatische Ausdrucksformen.
Jeder einzelne unerwartete Moment
unterhält ein meditativ hypnotisiertes
oder ekstatisch tanzendes Publikum
mit Beats und Loops.

Harmonie und Heilung -
das Spiel des Alltags

Der Künstler Teflon Fonfara
ist als Gefühlsmensch immer
auf der Suche nach neuen
Ausdrucksformen und definierte
humorvolle Unterhaltung als
heilsames Ereignis. Wenig
beeindruckt von der damals
aufkommenden Esoterikwelle
ernährt er sich seit 1988 für
seine gesteigerte und sensiblere
Wahrnehmung fleischlos und begann -
gefolgt von Eingebungen - weltliche und
spirituelle Gesetzmäßigkeiten zum
"Spiel des Alltags" werden zu lassen.
Mit konstruktiven Gedanken die
persönliche Zukunft kreativ entstehen zu lassen,
ist die Grundlage des Mentaltrainings und positiven Denkens.

Die mediale Sicht

Vorgänge wie Kraftübertragung durch Gedanken
und Visualisierung - auch Übertragung in die Ferne -
oder Kraftübertragung durch Handberührung - oder die
Wahrnehmung der menschlichen Aura in Farbigkeit
wurden zu seinem Alltag im Umgang mit Menschen,
die ihn vermehrt aufsuchten für einen Rat bezüglich
weltlich-spiritueller Gesetzmäßigkeiten oder für eine
gesundheitliche Hilfe.

Kreativität ist eine spirituelle Intuition

Teflon Fonfara gibt zeitweise Seminare für
Entspannungsmeditation und mentales Training
zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte sowie
Wochenend- und Ferienkurse mit spirituellen und
weltlichen Themen und berät Menschen mit Problemen
auch im Forum seiner Internetseite.
Mit seiner kostenlosen Online-Meditation bringt er Menschen durch das Internet mediative Entspannungsübungen bei - zum Auftanken und Relaxen. | Vortrag: "Magische Tricks im Alltag" Video |
So verbreitet Teflon Fonfara seine Art von Harmonie durch die Übertragung heilender Kraft, durch seinen Humor und durch den Klang seiner Musik.
Die Geschichte eines Stadtschamanen.

Die kleine Bildershow:
100 years between Earth and Sirius
100 years of Teflon Fonfara

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